Donnerstag, 28. April 2011

Relax your body

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Montag, 25. April 2011

Hannah Ahrendt

Denken, Wollen, Urteilen

Die 1989 posthum veröffentlichten Werke Das Denken und Das Wollen erschienen 1998 in dem Sammelband Vom Leben des Geistes. Diese Arbeit beruht wiederum auf Vorlesungen, die sie 1973 und 1974 gehalten hat. Der dritte Teil Das Urteilen wurde nach Vorarbeiten seitens ihrer Nachlassverwalterin Mary McCarthy von dem Politikwissenschaftler Ronald Beiner auf der Grundlage der Manuskripte ihrer Vorlesungen zu Kant, insbesondere aus dem Jahr 1970, zusammengestellt.

Arendt will, wie sie in der Einleitung schreibt, mit diesem anspruchsvollen Titel nicht als „Philosoph“ als „Denker von Gewerbe“ (Kant) wirken, aber das Denken auch nicht diesen überlassen. Anlass für ihre Studien war u.a. ihr Eichmann-Buch, in dem sie sich mit den „ungeheuerlichen Taten“ eines „gewöhnlichen“, „gedankenlosen“ Täters beschäftigt hatte. Dies führte zu der Frage, ob das Denken, d. h. die Gewohnheit, alles zu untersuchen, ohne Rücksicht auf die Ergebnisse, zu den Bedingungen gehört, die die Menschen davor schützen, Böses zu tun.[119]"

"Das Denken [Bearbeiten]

In ihrem bereits zur Veröffentlichung fertiggestellten Werk über Das Denken erweiterte Arendt die Ideen aus Vita activa, indem sie nunmehr die „Vita contemplativa“, d .h. geistige Tätigkeiten, als ebenbürtig oder sogar überlegen beschreibt. Sie versucht, ihre Aussage im Eichmann-Buch über die „Banalität des Bösen“ mit der These zu untermauern, diese Art bösen Handelns sei mit dem „Fehlen des Denkens“ mit der „Gedankenlosigkeit“ verknüpft. Sie stellt folgende Frage:

„Könnte vielleicht das Denken als solches – die Gewohnheit, alles zu untersuchen, was sich begibt oder die Aufmerksamkeit erregt, ohne Rücksicht auf die Ergebnisse und den speziellen Inhalt – zu den Bedingungen gehören, die die Menschen davon abhalten oder geradezu dagegen prädisponieren, Böses zu tun?“[120]

Als Motto stellte sie der Einleitung einen kurzen Text aus Heideggers Was heißt Denken? voran, in dem dieser die Bedeutung des Denkens an sich hervorhebt.

Wiederum verfolgt sie Begriffe zu ihrem Ursprung zurück. Ethik und Moral, so Arendt, sind die griechischen bzw. lateinischen Ausdrücke für Sitte und Gewohnheit. Gewissen dagegen bedeute „bei sich wissen“ und gehöre zu jedem Denkvorgang. Nur „gute Menschen“ hält sie für fähig, ein schlechtes Gewissen zu entwickeln, während Kriminelle in der Regel über ein gutes Gewissen verfügten. Ethik und Moral (wörtlich: Sitten und Gewohnheiten) seien hauptsächlich von der entgegengesetzten Prämisse ausgegangen.

Angelehnt an Sokrates'[121] bereits bei Demokrit zu findende Aussage: „Es ist besser Unrecht zu leiden als Unrecht zu tun“, entwickelt sie den Gedanken des inneren Gesprächs, wobei das Individuum sich davor hüten müsse, mit sich selbst in Zwiespalt zu geraten, um seine Selbstachtung zu bewahren, auch wenn viele Menschen sich anders entscheiden.

„Als Bürger müssen wir schlechte Taten verhindern, weil es um die Welt geht, in der wir alle leben, der Übeltäter, das Opfer und die Zuschauer;“[122]

Zum Handeln gehöre seit der Antike das Denken. Arendt grenzt ihr Verständnis vom Denken sowohl von Platon und Aristoteles, die das Denken als passive Betrachtung verstanden hätten, wie auch vom Christentum ab, das die Philosophie zur „Magd der Theologie“ und das Denken zur Meditation und Kontemplation gemacht habe. Auch dem Ansatz der Neuzeit, in der das Denken hauptsächlich der Erfahrungswissenschaft diene, steht sie kritisch gegenüber. Die Mathematik hält sie als reines Denken für die „Königin der Wissenschaften“.[123] Sie kritisiert die Hegemonie der Naturwissenschaften als Erklärungsmodell aller „Erscheinungen“, auch der gesellschaftlichen und politischen und betont die Wichtigkeit des Nachdenkens über die Bedingtheit des menschlichen Lebens.

Die Bedeutung des Denkens im öffentlichen Leben trete in der modernen Gesellschaft, die immer mehr zur Arbeitswelt werde, weitgehend zurück. Die „vita activa“, das Herstellen und Handeln, siege über die „vita contemplativa“, die Suche nach dem Sinn, die einstmals – insbesondere im Mittelalter – vorrangig gewesen sei. Der Mensch gerate in eine Zwickmühle, da einerseits die Individualität gerade in der demokratischen Massengesellschaft betont werde, andererseits die Massengesellschaft den Diskussionen im öffentlichen Raum Grenzen setze.

In dieser auf Vorlesungen beruhenden Abhandlung setzte sie sich mit zahlreichen bedeutenden Philosophen auseinander, die über das Denken – als Betrachten des Seins – Auskunft gegeben haben. Dabei behandelte sie die großen Denker lebenslang, genauso wie Jaspers, als wären sie Zeitgenossen.

Während das Denken als Unsichtbares in aller Erfahrung gegenwärtig sei und dazu neige, zu verallgemeinern, stünden die anderen beiden geistigen Tätigkeiten der „Erscheinungswelt“ viel näher, weil es immer um „einzelnes“ gehe: um das Urteilen über die Vergangenheit, dessen Ergebnis die Vorbereitung für das Wollen darstelle."

http://de.wikipedia.org/wiki/Hannah_Arendt#Denken.2C_Wollen.2C_Urteilen

...

http://de.wikipedia.org/wiki/Theorie_des_kommunikativen_Handelns

Lovecraft

1)The Music of Erich Zann (part 1)

http://www.youtube.com/watch?v=xeMNDhTWJ-o

2) http://www.hplovecraft.de/pdf/berge_des_wahnsinns.pdf

3) Verwandte Autoren

" * Imagon (Roman, Festa Verlag, Almersbach 2002 & Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2004)Inspiriert von H. P. Lovecrafts Berge des Wahnsinns (1936), wurde der Roman 2003 mit dem Kurd Lasswitz-Preis als bester deutschsprachiger SF-Roman des Jahres 2002 ausgezeichnet.[2] "
http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Marrak

http://de.wikipedia.org/wiki/Julia,_oder_die_Gem%C3%A4lde

Sonntag, 25. April 2010

American Psycho

"Bret Easton Ellis entwirft in American Psycho einen „Amerikanischen Albtraum“. Bateman hat das geschafft, wovon alle träumen: reich zu werden und ein sorgenfreies Leben zu führen. Dieses Leben ist jedoch von äußerster Langeweile und Leere. Den einzigen Inhalt, die einzige Abwechslung bilden Batemans albtraumhafte Sexorgien. Sein Geld und seine Zugehörigkeit zur Gesellschaft der Wohlhabenden haben ihn in Wirklichkeit nicht weitergebracht. American Psycho zeigt das böse Gesicht eines amoralischen Materialismus, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint. Die Frage, ob die sich ständig steigernden Gewaltexzesse real sind, aber von der Gesellschaft ignoriert werden, oder ob sie nur in der psychotischen Phantasie des Protagonisten stattfinden, lässt das Buch offen. Hiermit spielt Ellis möglicherweise auf das in seinen Romanen stets wiederkehrende Motiv des Identitätsverlustes an."
http://de.wikipedia.org/wiki/American_Psycho

Montag, 15. März 2010

Moriarty

"Professor James Moriarty ist eine fiktive Romanfigur, die in zwei Sherlock-Holmes-Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle entscheidende Rollen spielt und in fünf anderen erwähnt wird. Moriarty wurde von Doyle als ein dem Detektiv ebenbürtiges kriminelles Genie erdacht. Sherlock Holmes bezeichnet ihn als „Napoleon des Verbrechens“."
1

"Der Inhalt des Romans lässt sich mit der Phrase „Sex, Drugs 'n' Jazz“ charakterisieren. Die beiden Hauptfiguren, Dean Moriarty und der Erzähler Sal Paradise, begeben sich auf eine Reise durch die USA und Mexiko, um sich dem Rausch, den Frauen und dem Jazz hinzugeben – wobei sie als Hipster nicht Mainstream-Jazz, sondern den neuen, härteren Bebop hören."
2


Colin Moriarty ist der Sohn von irischen Einwanderern. Er wurde 2227 geboren. Sein Vater brachte ihn als kleinen Jungen mit nach Amerika. Der Vater starb bei einem Angriff der Raider im Jahre 2241 und sein Sohn erbte den gesamten Besitz inklusive Moriarty's Taverne. Dort beschäftigt er Gob, einen Ghul, als Barkeeper und Nova als Prostituierte. Moriarty ist ein schmieriger, geldgieriger Mensch, der allerdings James, den Vater des Protagonisten, zu kennen scheint. Er ist auch die erste Kontaktperson für die Hauptquest des Spieles (Der Tritt in seine Fußstapfen) außerhalb der Vault. In einem alten Terminal bewahrt Moriarty viele Informationen über fast jeden Bewohner Megatons und auch über den Vater des Protagonisten auf. Um auf die Informationen zuzugreifen, kann man Moriarty entweder bezahlen, oder per Sprachoption dazu bringen, die Informationen frei zu geben. Alternativ erhält man den Zugang von Nova (Sprachoption). Auch von dem Barkeeper Gob kann bei entsprechend hohem Sprachskill erfahren wie man den Computer seines Bosses knackt. Der Spieler kann Moriarty auch per Taschenbdiebstahl um den Schlüssel für einen Schrank im Hinterzimmer erleichtern, in dem sich der Zugangscode für den Computer befindet. Eine weitere Möglichkeit, um an die Informationen zu gelangen ist den Computer zu hacken. Bezahlt der Protagonist Jericho 20 Kronkorken, erfährt er, dass die Gehaltsliste für Nova und Gob in Moriartys Bett versteckt ist.
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Sonntag, 24. Januar 2010

Der fiktive Dritte in der Kommunikation zweier Individuen

"Der eingebildete Dritte
Eine Argumentationsfigur im Zivilrecht

Elena Barnert behandelt den richterlichen Rekurs auf einen objektiven, verständigen oder sorgfältigen Menschen. Dieser fiktive Maßstabsträger, den der Zivilrichter etwa zur Beantwortung von Fahrlässigkeits- oder Auslegungsfragen entwirft und seiner Urteilsbegründung zugrundelegt, wird als "Dritter" bezeichnet, weil er als 'idealer' Rechtsakteur zu den Prozeßparteien hinzutritt. Er ist also ein Konstrukt, ein Produkt planmäßiger Phantasie. Die Autorin untersucht den "eingebildeten Dritten" zunächst in abstracto, u.a. unter rechtsmethodologischem, ideengeschichtlichem und sprachwissenschaftlichem Aspekt. Anschließend geht es - unter den Rubriken Handlung, Verständnis, Wille und Gefühl - darum, wann und wie der Zivilrichter mit Blick auf die besondere Materie des Rechtsfalles den spezifischen modellhaften Dritten formt und in concreto strategisch-rechtspraktisch einsetzt. Ein wesentlicher Gesichtspunkt bei der Konzeption des jeweils maßgebenden Dritten ist Sinn und Zweck der streitrelevanten Normen: Der Dritte im Wettbewerbs- oder Kapitalmarktrecht beispielsweise ist klüger und informierter als der Dritte in originär verbraucherschutzrechtlichem Kontext, weil hier nur der Abgleich mit einer eher schlichten, dort nur die Anlehnung an eine eher kenntnisreiche Modellfigur zur Verwirklichung der (letztlich richterlich definierten) ratio legis verhelfen kann. Als typisierender Gradmesser ist der Dritte strukturell stets der gleiche; als dynamisches Kriterium mit fallentscheidender Kraft aber ist er eine Schablone für Zuschreibungen unterschiedlichster Art - je nach Kontext, normativem Umfeld und avisiertem Resultat der Urteilsfindung."